Mittwoch, 2. Mai 2012

Auslieferung/Finanzierung des Gripen

Die Auslieferung der Gripen wird sich, sofern sie bewilligt werden, um 2 Jahre verzögern. Grund dafür ist die schwedische Luftwaffe, welche die 60-80 Gripen E/F erst 2020 beschaffen wird. Das hat zur Folge, dass das Armeebudget auf 4,7 Mrd Fr festgesetzt werden soll (statt die vom Parlament bewilligten 5 Mrd Fr). Die restlichen 300 Mio Fr, welche für den TTE notwendig sind, sollen durch einen Fonds finanziert werden.

http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/documentation/news/news_detail.44295.nsb.html

Kommentar: Diese neue Situation hat zur Folge, dass...
  • das Sparprogramm für die Armee/TTE viel kleiner ausfällt und das erhöht die politischen Chancen für das Geschäft. Ich schätze, dass das Sparprogramm von 750 Mio Fr auf 450 Mio Fr reduziert werden kann. 100 Mio Fr sind aufgrund der konjunkturellen Lage des Bundes erforderlich. Macht also ein Sparprogramm für die Armee von 350 Mio Fr.
  • es definitiv eine Volksabstimmung geben wird, leider in Form eines Refendums, d.h es braucht nur das Volk- und nicht das Ständemehr (die Kantone können sich also nicht dazu äussern). Das erhöht die Chancen, dass der Kauf vor dem Volk scheitert
  •  die restliche Armee zukünftig weniger Geld erhält. Das bedeutet eine grössere Einsparung in den Betriebskosten. Ich denke, dass die Armee deshalb einen weiteren Militärflugplatz schliessen muss (vermutlich Sion, da Dübendorf dank zivilen Firmen mit reduzierten Kosten betrieben werden kann).

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